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Montag, 8. Oktober 2012

10 Beispiele wie Übersetzung unser Leben verändert

Jedes Jahr im Oktober richtet sich die Welt der Bildung - in einigen Ländern fangen die Studiensemester an, erste wissenschaftlichen Seminare werden verantstaltet, Experimente gestartet, Bücher veröffentlicht und/oder geschrieben.  Aber, nicht nur für Naturwissenschaftler ist diese Jahreszeit so besonders - auch für Philologen, Linguisten - allgemein Sprach-und Übersetzungswissenschaftler ist Ende September ein wichtiges Ereignis, und der Oktober richtet sich zunehmend der Übersetzung zu.  Seit 1953 wird nämlich am 30. September der Welt-Übersetzungstag gefeiert, der eigentlich vom Heiligen Jerome ins Leben gerufen wurde, heute jedoch dazu dient, um religiöse und geographische Barrieren zu transzendieren. 
Da fast die gesamte Weltbevölkerung an diesem Tag das augenmerk auf uns, bzw. auf Übersetzer richtet, werden in dieser Zeit besonders viele Artikel über Übersetzer und Dolmetscher veröffentlicht. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sich diese Personen ganz gezielt zwischen Barrieren stellen, und über die religiösen, geographischen und kulturellen Grenzen ihrer Selbst, aber auch der anderen hinauswachsen. 
Passend dazu hat Nataly Kelly, die Autorin des Buches "Found in Translation" 10 Beispiele genannt, wie Übersetzungen unser Leben verändern. Ich fand diesen Artikel so interessant, dass ich ihn auch dem deutschen Publikum vorstellen möchte: 

1) Übersetzung rettet Leben. Haben sie gewusst, wie viele Übersetzer in wie viel Projekten sich in diesem Augenblick durch die internationalen Nachrichten schlagen, um genau die Wörter zu finden, die bei der Identifizierung und Erhaltung von globalen Krankheitsausbrüchen und der Lebensrettung unserer Liebsten helfen werden? Oder wie viele Medizin-Dolmetscher in Gesundheitseinrichtungen arbeiten, ganz egal, ob es sich um einen reichen Patienten aus Übersee, der sich in der berühmten Mayo Klinik behandeln lässt, oder um einen Flüchtling handelt, der nach durchlebter Gewalt und anderen Horror-Szenarien behandelt wird.

2) Übersetzung schützt vor Terror. Die Informationsbeschaffung ist im Kampf gegen den Terror zwar wichtig, ist jedoch, ganz egal wie wichtig sie ist, ohne die richtige Deutung und Analyse wertlos. Hierbei möchte ich erwähnen dass die Wörter „Morgen ist Stunde null (Tomorrow is zero hour)“ am 10. September auf Arabisch abgefangen, jedoch erst am 12. September übersetzt wurden, einem Tag nach den Angriffen vom 11. September. Gerade jetzt werten Medienanalysten alle Informationen aus Iran, Syrien, Nordkorea und anderen potentiellen Gefahrensgebieten aus. Danach übersetzen sie diese Informationen, um vor der Ausführung terroristischer Angriffe zu warnen, und diese zu verhindern.

3) Übersetzung bewahrt Frieden. Internationale Diplomatie wäre ohne Übersetzer und Dolmetscher schlicht unmöglich. Übersetzer und Dolmetscher bei den Vereinigten Nationen und den Außenministerien machen viel mehr, als nur Reden und offizielle Dokumente zu Übersetzen. Übersetzer wind oft auch in der genauen Wortfindung bei Friedensabkommen zur Hilfe gezogen, um das Abkommen für beide Seiten passend gestalten zu können, während Dolmetscher häufig in Konversationen und in der Kommunikation zwischen Staatsoberhäuptern zur Tat schreiten. Es liegt in ihrer Kraft, Beziehungen zu pflegen und den Premierministern und Präsidenten Einsicht und Richtlinien zu gewähren, um sie davor zu bewahren, kulturelle Fauxpas zu begehen, und ihnen zum besseren Eindruck ihrer Selbst und dem des Staates zu verhelfen, den sie repräsentieren.   

4) Durch Übersetzungen werden Weltoberhäupter gewählt. In vielen Staaten – wie auch in den USA – wo Englisch für jeden Fünften nicht die Muttersprache ist – spielt die Übersetzung in der Politik eine entscheidende Rolle. Es ist kein Zufall, dass sowohl Barack Obama als auch Mitt Romney ihre Webseiten in Spanisch übersetzt haben, und sich generell auf Dolmetscher verlassen, wenn sie mit fremdsprachlichen Wählern kommunizieren. In der U.S-Regierung befinden sich ebenfalls viele Menschen, die kein Englisch sprechen. Diese verteilen Stimmzettel in ihrer Muttersprache. Diese Sprachspezialisten haben die wichtige Aufgabe, die Demokratie zu schützen, indem sie den Menschen dazu verhelfen, richtig zu wählen, selbst in den Situationen, wo ein Begriff wie der „hanging chad“ im Englischen nur schwer verstanden werden kann (Als „hanging chad“ bezeichnet man ein Stück Papier, dass man vom Hauptpapier abziehen kann, wie zum Beispiel auf einer Anzeige, an deren unterem Teil man Zettelchen mit Telefonnummern abziehen kann).

5) Übersetzung schafft arbeit. Der Wert des Übersetzungs-Marktes wird im Jahr 2012 nach einem Bericht der Common Sense Advisory auf 33 Millionen US-Dollar geschätzt. Global gibt es mehr als 26,000 Unternehmen, die Übersetzer-und Dolmetscherdienstleistungen anbietet. Die meisten davon sind Kleinunternehmen, ein wichtiger Bestandteil jeder gesunden Wirtschaft, da sie nicht nur Übersetzer, sondern auch Leute aus dem Finanz-, Verkaufs-, Technologie-, Marketing- und Projektmanagementbereich beschäftigen. Einige von Ihnen beschäftigen sogar Ingenieure.

6) Übersetzungen treiben die Wirtschaft an. Globale Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen ohne die Übersetzung dieser nicht anbieten. Nimmt man nur ein Unternehmen der „Fortune 500“ – Liste, und besucht die Internetseite des Unternehmens, wird man feststellen, dass diese multilingual ist. Und wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann kann es sein, dass diese Unternehmen, obwohl sie nur auf heimischen Märkten aktiv sind, Mitarbeiter beschäftigen, die auch andere Sprachen sprechen. Ohne die Übersetzung wären diese Unternehmen nicht fähig, den Wünschen der Kunden und Aktionäre nachzukommen.

7) Übersetzung unterhält uns. Ganz gleich, ob man Fußball-, Basketball- oder Hockeyfan ist, oder eine andere Sportart amüsant findet – schaut man sich das eigene Team an, findet man auf dem Platz ganz leicht einen Übersetzer oder Dolmetscher. Sport gewinnt immer mehr Bedeutung auf internationaler Ebene, und geographische Barrieren sind bei der Einstellung der besten Athleten schnell überwunden, was man allerdings von der Sprache nicht behaupten kann. Deshalb verlassen sich Professionelle Athleten bei ihrer Reise von Staat zu Staat auf Dolmetscher. Auch andere wichtige Quellen der Unterhaltung, wie Filme oder Bücher, müssen übersetzt werden. Wie erfolgreich wäre „Die Verblendung“ gewesen, wenn alle sie auf Schwedisch hätten lesen müssen?

8) Übersetzungen testen unseren Glauben. Viele lesen jede Nacht, bevor sie schlafen gehen, Übersetzungen in Form von Heiligen Texten. Während einige Heilige Bücher in ihren Originalsprachen gelesen werden, können viele Anhänger verschiedener Religionen die Quellen spiritueller Informationen nicht ohne die Übersetzung deuten. Tatsächlich ist die Übersetzung ständig der Kontroverspunkt in Religionen: sei es die Auseinandersetzung darüber, ob der Qur’an übersetzt oder im arabischen erhalten bleiben sollte, oder die neue Übersetzung, die behauptet, dass Jesus verheiratet war.

9) Übersetzung ist Futter für die Welt. Menschen, die in der Nahrungsindustrie arbeiten sprechen oftmals die Sprache ihrer Kunden und Lieferanten. Dasselbe gilt auch in der Fleischindustrie. Auch die größten Nahrungsunternehmen wie McDonald’s Nestlé, Coca-Cola und Starbucks verkaufen ihre Produkte weltweit nur dank der Übersetzung. All diese Unternehmen verlassen sich in der Kommunikation mit fremdsprachlichen Mitarbeitern auf Übersetzungen, was bedeutet, dass Anweisungen, Trainingssoftware – und manchmal auch Zahlungsabläufe übersetzt werden müssen, um das Essen letztendlich auf dem Tisch zu bekommen.
10) Durch Übersetzungen kann man sich verlieben. Ja, es stimmt, Menschen verlieben sich dank der Übersetzung. Egal ob es sich um ein Liebesgedicht von Pablo Neruda, oder eine Hallmark-Grußkarte handelt, hilft die Übersetzung beim Funkensprung zwischen zwei Personen. Die Liebe kennt keine Grenzen – so lange es Übersetzungen gibt, die die Menschen zusammen halten.

Das sind nur 10 von sehr vielen Beispielen wie einer der ältesten Berufe dieser Welt unseren Alltag und unsere täglichen Aktivitäten bestimmt, prägt und verändert. Hoffentlich werden in Zukunft Übersetzer und Dolmetscher noch mehr geschätzt werden, zusammen mit dem wachsenden Nationalgefühl und dem Bedürfniss, die Verhandlung oder das Produkt in eigener Sprache anbieten zu wollen. 

Bloggomias

Dienstag, 17. Januar 2012

Vorsätze für das neue Jahr

Hallo meine lieben,

nachdem ich das letze Mal ja im vergangenen Jahr gepostet habe, wird es auch wieder für mich Zeit, euch von meinen Vorsätzen für dieses Jahr zu erzählen. Ich habe mir nämlich eine kleine Auszeit gegönnt, und in dieser habe ich eigentlich nichts anderes Gemacht als gezockt - und zwar alles, von Fallout 3 bis hin zu New Vegas, Bioshock, Assassin's Creed und zurück.

Auch hatte ich viel an der Universität zu tun, es stand nämlich das erste Mal das Lehramt-Praktikum auf dem Plan, bei dem ich in einem siebten Schuljahr 12 Unterrichtsstunden absolvieren soll, mit Lehrplan und allem drum und dran, aber das hat meiner Kreativität nicht zugesetzt.

Beschlossen für das neue Jahr habe ich, nachdem ich ein wenig in der Blokade bezüglich meiner "Dialoge eines Einsamen", und des Buches "Zeitschloss" stehe, beschlossen, ein neues, kleines Büchlein zu schreiben, welches sowohl mysteriös, als auch spannend, schockierend, gruselig und gefühlvoll sein wird, aber auch Elemente aus Fiction-Romanen oder antiken Geschichten beinhalten wird. Kurz gesagt - ich schreibe an einem Allround-Roman, und hoffe dass ich es endlich schaffen werde, es fertig zu schreiben, weil das ja auch immer so eine Sache ist, man bekommt urplötzlich Millionen von Geschichten in den Kopf geschossen und weiß nicht, was man als allererstes Schreiben soll.

Auch wird euch meine Kritik und mein informatives Posting nicht hängen lassen, ich werde weiterhin auch fleißig über Neuigkeiten aus der Übersetzerwelt, der IT-Welt oder der Politik schreiben. Natürlich werden hier und da mal einige Apps aufgedeckt und einige Spam/Abzocke/Auf die Nerven gehende Emails gezeigt, vorausgesetzt natürlich, ich bekomme noch welche.

Die Frage jedoch, ob wir dieses Jahr alle untergehen, bleibt immer im Hintergrund, weswegen ich beschlossen habe, ab dem 01.02.2012 in MEZ nach den skurilsten Sachen Ausschau zu halten, die entweder auf einen Weltuntergang oder auf ein fröhliches Weiterleben hinweisen.

So, das war's von mir, ich hoffe wir werden ein spannendes Jahr vor uns haben und freue mich schon darauf, euch mit neuen interessanten Sachen im Jahr 2012 versorgen zu können.


Bloggomias. 

Mittwoch, 16. November 2011

No Limit Translations und das Zentrum für Orientalistik veröffentlichen erstes Buch in Deutschland

Hallo an alle,



Als der Gründer von No Limit Translations , einer freiberuflichen Übersetzer-Organisation bin ich stolz anzukündigen, dass NLT in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Orientalistik das erste übersetzte Buch in Deutschland veröffentlichen wird.

Es wird das Buch von Dr.Zakir Naik "Antworten auf häufig gestellte Fragen von Nicht-Muslimen über den Islam" sein, welches Antworten auf Fragen von Nicht-Muslimen liefert, und Missverständnisse und Vorurteile abzubauen versucht. Dr. Zakir Naik hat alles zusammengefasst und es sowohl mit Zitaten aus der Bibel, als auch aus dem Qur'an untermauert, wodurch er sowohl auf die Gleichheit als auch auf die Unterschiede dieser beiden Religionen aufmerksam macht, und diese wiederum auch mit den heiligen Schriften des Hinduismus vergleicht. Alles in einem ein sehr spannendes Buch, welches voraussichtlich am 22. November 2011 in Deutschland erscheinen wird. Hier ist schon mal das Cover:




Es ist das erste veröffentlichte Buch mit No Limit Translations als Co-Verleger, und auch ein Meilenstein für die erste freiberufliche Organisation dieser serbischen Region. No Limit Translations übersetzt Bücher in den Sprachen: Serbisch, Englisch und Deutsch. Weitere Sprachen sind eigentlich weniger Vertreten, aber Übersetzungen in diesen Gebieten sind auch möglich, wenn auch in geringeren Zahlen. Sie finden No Limit Translations in folgenden Bereichen:



No Limit Translations steht ihnen für Buchübersetzungen, mit einem fairen Preis und fristgemäßer Durchführung, 24 Stunden lang zu Verfügung, 7 Tage die Woche. Kontaktieren Sie uns auf den oben genannten Seiten oder senden Sie uns eine Mail unter: nolimittranslations@gmail.com


Bloggmias

Dienstag, 8. November 2011

Neues Gedicht in den Dialogen

Hallo wieder,


ich hatte nun genügend Zeit seit meiner letzten Übersetzung, um ein neues Gedicht in meiner Sammlung aufzunehmen, die ich "Dialoge eines Einsamen" nenne. Ich habe vor das Buch zu veröffentlichen und suche momentan noch nach einem Verlag der das machen könnte.


Das Gedicht ist ein wenig länger, und hier könnt ihr es lesen.


Die Ankunft


Draußen, dort im düsteren Park, wo die Lichter schon erloschen sind – ein Mann!
Dort, im kalten Astgewirr, wo das Sein schon abgereist – ein Mann!
Am Teich, dessen Enten schon verstorben,
dessen Wasser sich grün gefärbt,
und nicht mehr klar – trübe ist es;
unrein – sowie manch Verstand.
Dessen Wasser nicht fließt – nicht treibt,
wie manch Gedanke, der für immer bleibt.


Da, auf der Bank, auf der lang‘ kein Mensch mehr saß – Er!
Wie er da sitzt, wie mit des Nagels Kraft,
wie manch Gedanke, der für immer bleibt.

In der Nacht, so kalt – ein Mann!
Alt, grau, trübe, zerfressen und kalt – die Bank!
Den Kopf senkend, die Beine wie Klötze gestellt.
In seiner Hand, ein Stück Papier – das er hält wie des Lebens Strang.
Der Mantel, der um ihn hängt – sein Gewandt!
Wie manch  Gedanke, der für immer bleibt!

Die Hände vor Kälte – blau,
aber dennoch – er sie nicht bewegt.
Hält er sich immer noch am Lebensstrang!

Seine Worte – mir fremd, nicht klar.
Ich müsste mal an ihn heran.
Ob er noch lebe, oder starb – mir nicht klar.
Ich müsst so gern an ihn heran!

Laut. Störend. Störend! – Mein Schritt.
Doch regt er sich, und wehrt er sich nicht!
Sondern sitzt, und hält sich dar;
Wie manch Gedanke – der für immer bleibt.

Still und Starr, so blieb ich. – Ein Wort!
Aus seinem Munde – wie ein Gebet es klingt.
Still! Still! Still! Still! Stiller ging es nicht.
So still blieb ich in der Zeit.



·         Oh, du Mond, der mich erhellt,
der du mich währst, am Leben hältst.
Der du mich quälst in düstrer Nacht
Der mit mir schreit, weit, und lacht.
Oh, du verfluchter, mit all deinem Schein
lasse mein Warten nicht sinnlos sein,
las mich füllen, dieses Stück Papier,
welches schon mit Hand ist Eins.
Welches schwer und fremd mir scheint,
wie ein Gedanke, der für immer bleibt.


Und wieder – Stille.
Oh spreche, du Res des Göttlichen, du Essenz des Sterblichen!
Spreche! – Erkenne!!

Den Kopf senkend, er wieder  - still!
Des Rechtens lauernd, wie eine Furie – ein Wind.
Schreiend versucht, sich zu beißen,
in das Papier, welches den Mann wird zerreißen.

Und wieder, einen Schritt wagend,
trat ich in des Mondes Licht.
Ging um ihn, und selbst zum Monde sprach ich.
Doch er – er sitzt, und regt sich nicht.

Erst als ich im Winde zu vergehen schien,
hob er sein Haupt.
Er öffnet die Augen, und sieht mich nicht,
aber er fühlt mich.


Die Pforten öffnend, stand ich ihm Haupt an Haupt – im Nichts!
Der Park, man fühlt ihn noch – aber sehen, tut man ihn nicht.

·         Was trübt sich da, im meiner Augen Licht?
Was sieht dort der Geist, aber der Körper nicht?
Wessen Hand, mich da berührt?
Wessen Blick, ich einst verspürt?
Wessen Angst, sich mir zeigt?
Wessen Worte dringen durch meinen Verstand?
Wer war das Res, welches vor mir stand?


-          Ich war es, ich, die Creatura caelis, die du einst weg geschickt.
Ich war die, die dich ersuchte, und dich nachts nicht schlafen ließ.
Ich bin des Mondes, und der Sonne, ich bin des Tages und der Nacht,
ich, ich bin des einen und des Andern, ich bin der Armut und der Macht.
Ich bin der Gabe und der Gier,
ich bin der Unzucht und der Hold,
silbern, aber dennoch Gold.
·      Ich tat dem Einen, und dem Andern, ich ging mit Wasser und Feuer,
     ich schnitt mit Schwert, und auch mit Wort,
     doch du warst immer von mir Fort.
     Ich rief dich herbei, da ich gedacht,
     was denn das Licht in mir entfacht?
     Doch in Rot und auch in Blum,
     konnt‘ ich mich einfach nicht beruh’n.
     Ich bin verflucht, denn ich gebäre in Tränen meiner selbst,
     ich bin verflucht, denn Lachen  die Seele  nicht erkennt.
     Und so tat ich, im düstren Park,
     das was mir vernünftig war.
     Ohne Liebe, die ich gesandt,
     blieb mir nicht einmal mein Verstand.
     Und so ich es auch gewollt,
     hab mich in Tränen ganz gut erholt.
     Denn nur im Schwarz, meine Hand wird zu Gold,
     nur in Schwarz, ist sie gewollt.
     Nur in Schwarz, denn das ist wahr,
     Ist meine Hand der Gottes nah.
     Auf deine Ankunft,
     so mir scheint,
     wartete ich mein Leben lang.
     Und nun, da du vor mir stehst,
     will ich, dass du in mich gehst.
     Nimm meine Hand, und führe sie,
     lass mich wissen, was ich einst geliebt,
     hole sie, hole sie aufs Papier,
     denn anders sie nicht ist bei mir.
     So tritt herein, du wahres Ich.
     Tritt herein, und täusche mich nicht.



Dort, im hellen Sonnenlicht,
steht er nun, und sieht mich nicht.
Dort, im hellen Park! Wo die Dunkelheit einst vorhanden war! – Ein Mann!
Dort! Wo das Sein nun seinen Platz hat! Wo es sich vermehrt! – Ein Mann!
Am Teiche steht er, dessen Wasser klar ist – fließt!
Nicht wissend, dass er bei ihr ist.


Auf das Papier doch, nur eins er schrieb:

·         Danket dem Mond, der bei mir blieb. 

Ich freue mich über jedes Kommentar und Kritik. 

Bloggomias